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Geschwindigkeitsmessung mit eso ES 3.O nicht verwertbar?! Der Einseitensensor ist fehlbar!

Wenn Sie einen Anhörbogen oder einen Bußgeldbescheid wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung erhalten haben und sich hieraus ergibt, dass die Messung mit dem System ES 3.0, dem sogenannten Einseitensensor, erfolgt ist, stehen aktuell die Chancen gut, dass Sie sich erfolgreich gegen den Vorwurf wehren können.

Die Messungen mit dem ES 3.0 galten zwar für viele Gerichte als „richtig“, sie sind es aber offenkundig nicht (immer). Und weil der Hersteller, die eso GmbH in Tettnang, scheinbar den Wunsch verspürte, die Messungen unangreifbar durch Prüfung von Sachverständigen zu machen, sind die Messungen (jedenfalls nach Stand Mai 2015 mit den Softwareversionen 1.004 bis 1.007) nicht mehr prüfbar – und damit schon aus diesem Grunde angreifbar.
Die unveränderten Messdaten können aktuell nicht zur Verfügung gestellt werden. Nur durch Prüfung der Originalmessdaten wäre im Einzelfall die Richtigkeit und Ordnungsgemäßheit der konkreten Messung feststellbar. Folgerichtig kann somit eine Messung mit dem ES 3.0 nicht verwertet und der Vorwurf der Geschwindigkeitsüberschreitung nicht nachgewiesen werden.


Wenn der Hersteller keine Auswertungsmöglichkeit der originalen Messdaten ermöglicht und das Gericht somit nicht (mit Hilfe eines Sachverständigen) die Möglichkeit einer unbeeinflussten Überzeugungsbildung erhält, ist der Betroffene vom Vorwurf der Geschwindigkeitsüberschreitung frei zu sprechen.

Kosten für die Verteidigung

Gerne übernehmen wir für Sie die Verteidigung wegen des Vorwurfs einer Verkehrsordnungswidrigkeit.

Wenn Sie über eine Verkehrsrechtschutzversicherung verfügen, übernimmt diese in der Regel die Kosten.
Wir können für Sie mit der Rechtsschutzversicherung klären, ob diese die Kosten trägt. Hierzu benötigen wir das Dokument mit dem amtlichen Vorwurf (Anhörungsbogen, Bussgeldbescheid o.ä.) und die Daten der Versicherung.
Eine einfache Anfrage erfolgt kostenfrei.

Wenn Sie keine Rechtsschutzversicherung oder eine hohe Selbstbeteiligung vereinbart haben, besteht die Möglichkeit, zunächst lediglich in die Bußgeldakte Einsicht zu nehmen, die Erfolgsaussichten der Verteidigung zu prüfen und Sie hierzu zu beraten.
Diese Leistung berechnen wir in der Regel mit 85€ incl. 19% USt.. (Eine entsprechende Honorarvereinbarung mit Einzelheiten ist je nach Lage des Falles zu treffen.)
Sollte die Verteidigung nach der Beratung fortgesetzt werden, klären wir unter Berücksichtigung des Vorwurfs und des zu erwartenden Verfahrensganges die weiteren Kosten mit Ihnen ab.

Wenn Sie uns mit der Beratung oder Verteidigung wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit beauftragen möchten oder bei Fragen rund ums Verkehrsrecht, wenden Sie sich an unseren
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Lutz Reinhard Fachanwalt für Verkehrsrecht

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